Dez
24
2011
Nun haben wir das Pferd ein wenig «von hinten aufgezäumt»: noch bevor die Baugrube ausgehoben oder gar ein Stein gemauert wurde, ist unsere Küchenplanung bereits abgeschlossen. Nicht ganz ohne Grund. Zum einen ist es für die Planung von Wasser und Elektroanschlüssen vorteilhaft, wenn man die Aufteilung kennt. Zum anderen wollen wir einiges an Beleuchtung in die Decken integrieren, und auch hier ist es wichtig zu wissen was wo steht und wie Arbeitsabläufe aussehen werden. Da die Decken voraussichtlich als Filigrandecken vorgefertigt werden, müssen zumindest eckige Durchlässe im Vorfeld - also sprich vor Beginn des Rohbaus - definiert werden.
Dass aus der groben Aufteilung die fertige Küchenplanung wurde, ist v.a. der Tatsache geschuldet, dass wir jetzt Zeit hatten uns ausgiebig mit dem Thema zu befassen. Und so sieht der Entwurf des Küchenstudios aus:
Bei der Küche handelt es sich um das Modell «IOS-M» der Marke «Leicht». Die Fronten sind aus mattem Glas in weiß bzw. «firn», wie es der Hersteller nennt. Die Arbeitsplatte ist ebenfalls aus Glas mit Unidekor «Plateno» (d.h. grau), Hersteller ist die Firma Lechner. Gerätefronten, Griffe (wo notwendig) und Spühle sind aus mattem Edelstahl. Sieht total g**l aus
Die Glasoptik wirkt sehr leicht und verleiht den Oberflächen gleichzeitig eine gewisse Tiefe. Ausserdem ist es deutlich unempfindlicher als Lack. Mit Ausnahme des Induktionskochfeldes (Neff) sind alle Geräte von Miele. Wenn man den Listenpreis nimmt, steht damit künftig ein ziemlich ordentlich ausgestatteter Mittelklasse PKW in unserem Erdgeschoß. Aber Listenpreise und Rabatte beim Küchenkauf sind ein Thema für sich…
Und weil Küchenplanungs-Software offensichtlich nicht die besten 3D-Visualisierungen ausspuckt hier noch die Version - oder besser Vision unseres Architekten für das Erdgeschoss:
Beide Varianten entsprechen noch nicht ganz dem, wie wir uns es vorstellen. So weden wir höchstwahrscheinlich keine roten Wände haben, der Kamin wird keine Natursteinverkleidung erhalten,… aber man bekommt auf jeden Fall einen ganz guten Eindruck, wie es aussehen könnte 
Nov
25
2011

Seit gestern haben wir sie endlich schwarz auf weiß - die Baugenehmigung! Nachdem zunächst alles sehr zügig seinen Weg nahm, kam Ende Oktober dann eine wenig erfreuliche Überrauschung. Die Eigentümering eines Nachbargrundstücks (übrigens des einzig unbebauten) hatte nicht nur die Pläne nicht unterschrieben, sondern schriftlich Widerspruch eingelegt. Darauf musste die LBK in Form einer schriftlichen «Würdigung» reagieren, was uns schlappe vier Wochen gekostet hat. Ganz schön ärgerlich und lässt für die Zeit des Baus und möglicherweise auch danach nichts Gutes erahnen… Zumindest habe ich nun tiefere Einblicke in das Bayerische Baurecht, insbesondere was Abstandflächen (Art. 6 BayBO) und die Auslegung und Anwendung des sogenannten «16-Meter-Privilegs» betrifft. (vgl. Die neue bayerische Bauordnung: Handkommentar, oder auch Öffentliches Baurecht - Entscheidung des Bauherrn bzgl. 16-Meter-Privileg)
Damit haben wir uns zwangsläufig von unseren ursprünglichen Plänen verabschieden müssen, noch vor dem Winter mit dem Rohbau zu beginnen und diesen möglichst abzuschließen. Das Wetter wäre ideal gewesen, aber außer das die Baugenehmigung fehlte war es auf Grund der brummenden Baukonjunktur nicht möglich, einen Rohbauer zu finden, der noch Kapazität gehabt hätte. Und weil das noch nicht genug ist, sind die meisten Rohbaufirmen auch nicht bereit ein Angbot ohne vorliegende Baugenehmigung abzugeben. Wir waren also merfach blockiert.
Natürlich waren wir in der Zwischenzeit nicht untätig. Schließlich gibt es Tausend Dinge, über die man sich zumindest Gedanken machen oder einfach auch schonmal tätig werden kann. Angefangen von Bodenbelägen und Wandfliesen über Armaturen und Sanitärausstattung bis hin zu Treppen, um nur einige wichtige Punkte aufzuführen. Und bei allem gibt es eine schier unendliche Anzahl von Möglichkeiten und man kann - sofern vorhanden - Unsummen an Geld für ausgeben. Diese Budget-Restriktion nervt irgendwie
- in BWL hieß das «Optimierung unter Nebenbedingungen»…
Sep
05
2011
Die Ferienzeit war gleichzeitig eine kleine Verschnaufpause, was unser Haus-Projekt betrifft.
Die LBK hat den Eingang unseres Bauantrags bestätigt und noch ein paar Unterlagen angefordert - unter anderem einen Baumbestandsplan, obwohl kein Baum auf unserem Grundstück steht. Nun ja, wenn’s hilft
Wichtig war auf jeden Fall die Aussage, dass das weitere Verfahren recht schnell ginge, sobald alle nachgeforderten Unterlagen vorlägen. Das stimmt doch mal optimistisch!
Die Eigentümer der Nachbargrundstücke haben wir ebenfalls kontaktiert. Den Nachbarn sind vom Bauherrn oder seinem Beauftragten der Lageplan und die Bauzeichnungen zur Unterschrift vorzulegen. Die Unterschrift gilt als Zustimmung. Unterschreibt der Nachbar nicht, so verhindert dies nicht die Erteilung einer Baugenehmigung, sondern bewirkt nur, daß dem Nachbarn eine Ausfertigung der Baugenehmigung zugestellt werden muß (Art. 71 I 6 BayBO). Gegen diese kann er sich dann mit einem Widerspruch wenden (vgl. jura-lotse.de). Der einzige «echte» Nachbar, dem ich die Pläne gleich persönlich vorbeigebracht habe, hat sofort unterschrieben. Die beiden anderen Eigentümer haben die Pläne per Post erhalten, hier warte ich noch auf eine Rückmeldung.
Am Freitag ist nach fünf Wochen endlich mal wieder «Architekten Jour Fix». Dann gilt es die nächsten Schritte zu definieren. Mit der Werkplanung und der Vorbereitung der Vergabe der verschiedenen Gewerke wird es richtig konkret
Mal sehen ob ich meine in den letzten Tagen gereiften Vorstellungen zum «Smart Home» bzw. EIB/KNX Installation noch unterbringe…
Aug
04
2011
Es ist geschafft! Der Bauantrag liegt seit heute bei der LBK und ein weiterer wichtiger Meilenstein im «Projekt Haus» ist erreicht. Damit sind die Leistungsphasen 3 und 4 abgeschlossen und das Genehmigungsverfahren nimmt seinen Lauf. Wir sind gespannt, ob alles wie geplant durchgeht. Also bitte Daumen drücken
.

Gestern kam noch eine andere «gute Nachricht» - und zwar vom Finanzamt! Nach zwei Fragebögen hat man dort endlich verstanden, dass wir nicht mit einem Generalunternehmer o.ä. bauen und auch sonst keinerlei vertragliche Kopplung zwischen Grundstückskauf und dem Bauvorhaben besteht.
In diesem (unserem) Fall ist die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5% nämlich «nur» der Grundstückspreis (was bei den hiesigen Preisen immernoch ein ganz ordentlicher Betrag ist). Bei Komplettangeboten oder bebauten Grundstücken fällt die Steuer aber auf den Gesamtbetrag Grundstück + Gebäudewert an (⇒ Ärgerlich hohe Grunderwerbsteuer). Und natürlich tut das Finanzamt alles, um diesen Nachweis zu führen… Aber bei uns war da leider nichts nachzuweisen - ein weiterer guter Grund mit Architekt auf einem zuvor erworbenen Grundstück zu bauen 
Aug
01
2011
Ein und dasselbe Grundstück - aber gleich drei Anbieter, die versuchen ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Einer hatte zwischendrin auch schon mehrere Optionen (EFH oder 2DHH) angeboten. Schon immer wieder interessant zu beobachten, wie der Markt hier so funktioniert. Wie seriös die Angebote sind, ist für den potentiellen Interessenten meist schwer zu beurteilen.

Auch das Logo eines Anbieters mit dem Hinweis «Hier ensteht bald…» hing schon ein paar Tage am Gartenzaun, obwohl das Haus offensichtlich noch bewohnt ist. Wenige Tage später war es wieder verschwunden.
Das Grundstück befindet sich übrigens in der Bergsonstraße 17 in München-Obermenzing und wird auch provisionsfrei angeboten.

Dass der Grund überhaupt auf dem Markt erscheint und auch noch nicht verkauft ist, liegt wohl einerseits an der - nennen wir’s mal - «verkehrsgünstigen» Lage, für die der Preis m.E. einfach deutlich zu hoch ist. Zum anderen schränkt der relative schmale, konisch zulaufende Schnitt die Möglichkeiten doch etwas ein.
Soll mir egal sein - betrifft uns ja glücklicherweise nicht mehr
aber beobachten werd’ ich’s trotzdem noch ein wenig…
Jul
19
2011
Heute haben wir die ersten 3D-Renderings von unserem Architekten bekommen… ohne Worte. Ich find’s einfach nur g***! 3D ist einfach so eine andere Baustelle als die zweidimensionalen Skizzen
Wann können wir endlich anfangen?


