Big Data, Statistiken und Erkenntnisse

Gut dreieinhalb Jahre oder 1200 Tage wohnen wir inzwischen in unserem Haus. Als kleiner Datenfetischist zeichne ich regelmäßig verschiedene Verbrauchsdaten auf: Haushaltsstrom, Wärmestrom, Wasser sowie verschiedene Parameter unserer Wärmepumpe. Und mit der Zeit kommt hier eine ordentliche Menge zusammen. Die perfekte Basis für ein paar Auswertungen und Interpretationen. Unser Stromverbrauch   Nimmt man die auf diversen Vergleichsportalen ausgewiesenen Zahlen als Maßstab, verbrauchen wir für eine vierköpfige Familie relativ wenig Haushaltsstrom. Und das, obwohl wir nicht besonders auf den Verbrauch achten: wir kochen und backen regelmäßig, Wasch- und Spülmaschine laufen täglich mindestens einmal und auch der zehn Jahre alte Wäschetrockner arbeitet fleißig. Natürlich sitzen wir auch nicht ständig im Dunkeln und haben obendrein all die Gerätschaften, die so eine halbwegs moderne Familie mit zwei Kindern eben…

weiterlesen

Heizen mit Wärmepumpe in der Praxis

Der lange Weg der Optimierung Kürzlich bin ich über ein schönes Zitat gestolpert: «einzelne Heizflächen komplett abzudrehen um Heizkosten zu sparen ist wie die Uhr anzuhalten um Zeit zu sparen.» Will heißen – vergiss so ziemlich alles, was Du an Tipps zum Thema Heizkosten sparen gehört hast: Weder das Nicht-Heizen einzelner Räume, noch Raumthermostate oder Nachtabsenkungen funktionieren. Diese mögen für Öl- und Gasheizungen in Altbauten taugen, nicht aber für Neubauten mit Niedertemperatursystem und Flächenheizung. Hier ist es am effizientesten, das ganze Haus permanent zu heizen. Klingt komisch, ist aber so! 😉 Die durchgängig laufende Flächenheizung und damit gleichmässige Beheizung aller Flächen eines Niedertemperatursystems erzeugt ein hohes Mass an Behaglichkeit – bei niedrigem Energieeinsatz. Zu den Eigenarten der Technik in Neubauten hatte ich mich in zwei…

weiterlesen

Alles für die Effizienz:
Die Besonderheiten moderner Gebäudetechnik — Teil 2

Moderne Gebäudetechnik bringt so manche Überraschung mit sich. An einigen Stellen muss man sich von liebgewonnenen Gewohnheiten zugunsten der Effizienz verabschieden. Vielfach bringt sie aber auch einfach einen massiven Komfort-Gewinn. Hier nun also die angekündigte Fortsetzung zu Teil 1: 4. Energiesparen durch zeitweise Temperaturabsenkung Die Nachtabsenkung, aber auch das temporäre Herunterregeln der Heizung, z.B. wenn tagsüber niemand im Haus ist, wird häufig als wichtiger Beitrag zur Energieeinsparung genannt. Inzwischen gibt es viele Anbieter sog. Smarthome-Lösungen, bei denen z.B. mittels App die Thermostate fernbedient werden können oder die Steuerung auf Basis des Tagesablaufs erfolgt. Wie im letzten Beitrag schon geschildert, sind Flächenheizungen im Niedertemperaturbetrieb extrem träge. Das Schließen von einzelnen oder mehreren Heizkreisen wirkt sich zudem negativ auf die Hydraulik des Rohrleitungssystems und damit auf die…

weiterlesen

Alles für die Effizienz:
Die Besonderheiten moderner Gebäudetechnik — Teil 1

Früher war die Welt einfach. Die Heizung bollerte was das Zeug hielt, und wenn es zu warm wurde hat man die Fenster aufgemacht. Beliebt war auch die Kombination laufende Heizung plus gekipptes Fenster — frische Luft und Wärme zugleich, Temperaturregelung durch Öffnen der Fenster. Effizient geht anders! Am meisten Energie spart wer gar nicht heizt. Diese Option hatten wir aber recht schnell verworfen 🙂 Beim Heizsystem für unser Haus hatten wir uns nach reiflichen Überlegungen für eine Luftwärmepumpe (LWP) entschieden (vgl. Beiträge vom 19. April 2011 und 01. Mai 2012). Im ganzen Haus liegt Fußbodenheizung (FBH), ergänzt wird diese durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (KWL). Die Wärmepumpe, eine Novelan LIC10e ist ein sog. Kompaktgerät, das komplett im Haus aufgestellt wird und weitgehend geräuschlos zu…

weiterlesen

25 Monate und zehn Tage später

Exakt so lange liegt unser Einzug — und auch mein letzter Eintrag hier inzwischen zurück. Seither hat sich einiges getan — fertig sind wir aber nach wie vor nicht. Nur knapp am wirtschaftlichen Ruin vorbeigeschrammt, kämpfen wir leider nach wie vor mit den mangelhaften Leistungen einiger Beteiligter. Vielleicht sollte man besser von Nicht-Leistung sprechen. Aber vielleicht alles der Reihe nach… Nach den anfänglichen Unzulänglichkeiten, die der Einzug in ein unfertiges Haus so mit sich bringt, haben wir uns ganz gut eingelebt. Rückblickend ist es fast unvorstellbar, wie wir die ersten Wochen hier zugebracht hatten: Maler- und Trockenbauarbeiten im Keller, teilweise ohne Innentüren, das Haus komplett eingerüstet und ohne die letzte Putzschicht, viele Fenster mit Folien verklebt, rund um das Haus nur Dreck. Der Winter, der…

weiterlesen