Es grünt so grün?

Ein paar Gedanken zum Thema Gartenbewässerung Über Sinn und Unsinn einer (automatischen) Gartenbewässerung lässt sich sicherlich streiten. So war ich stets der Meinung, dass eine zusätzliche Bewässerung in unseren Breiten komplett überflüssig ist. Schließlich gibt es kaum längere Trockenperioden, ein Atlantik-Tief folgt dem anderen und bringt uns regelmäßig und ausreichend Niederschlag – zumindest hier in Oberbayern. Nicht, dass ich nun komplett anderer Meinung wäre. Allerdings hat ein frisch angelegter Garten andere Anforderungen als ein eingewachsener. Ein weiterer noch viel entscheidenderer Faktor sind die Bodenverhältnisse. Während der Untergrund im Garten meines Elternhauses, das sich nur 20km nordwestlich von uns befindet einfach nur aus Lehm bestand, leben wir hier in der Münchner Schotterebene. Ein eklatanter Unterschied! Im ersten Fall hatten wir Drainagen gelegt um Staunässe zu vermeiden…

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Ein kleines Stück Wildblumenwiese

Der Garten ist ja für den gemeinen Häuslebauer so etwas wie sein Kleinod. Als bekennender Hobby-Biologe und Pflanzenliebhaber ist das bei mir nicht anders — willkommen in der Spießerwelt 😉 Weil in der Stadt gelegen musste unser Garten relativ klein ausfallen. Nichts desto trotz bieten die nur etwa 120 Quadratmeter Grünfläche genügend Raum für Pflänzchen und ein paar Spielereien. Die Idee war immer, mit einem Teil des Gartens einen Gegenpol zu der relativ strikten Architektur unseres Hauses zu setzten. Diese setzt sich zunächst mit der Terrasse fort und endet an einem Zierkiesstreifen. Dahinter sollte es eher „wild“ zugehen. Soweit so gut, leider war die Grundstücksgrenze Richtung Westen nicht besonders schön anzusehen. Die verschiedenen Beerensträucher, die eine Art „Nasch-Hecke“ bilden, waren umgeben von hoch wachsendem Gras,…

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Big Data, Statistiken und Erkenntnisse

Gut dreieinhalb Jahre oder 1200 Tage wohnen wir inzwischen in unserem Haus. Als kleiner Datenfetischist zeichne ich regelmäßig verschiedene Verbrauchsdaten auf: Haushaltsstrom, Wärmestrom, Wasser sowie verschiedene Parameter unserer Wärmepumpe. Und mit der Zeit kommt hier eine ordentliche Menge zusammen. Die perfekte Basis für ein paar Auswertungen und Interpretationen. Unser Stromverbrauch   Nimmt man die auf diversen Vergleichsportalen ausgewiesenen Zahlen als Maßstab, verbrauchen wir für eine vierköpfige Familie relativ wenig Haushaltsstrom. Und das, obwohl wir nicht besonders auf den Verbrauch achten: wir kochen und backen regelmäßig, Wasch- und Spülmaschine laufen täglich mindestens einmal und auch der zehn Jahre alte Wäschetrockner arbeitet fleißig. Natürlich sitzen wir auch nicht ständig im Dunkeln und haben obendrein all die Gerätschaften, die so eine halbwegs moderne Familie mit zwei Kindern eben…

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Das Gründach-Experiment

  Vor einigen Monaten hatte ich ja bereits ausführlich über unser Garagendach berichtet. Quasi als Kompensation für die verschiedensten Planungs- und Ausführungsfehler hatte ich beschlossen die Fläche in großen Teilen zu begrünen. Neben einer optischen Verschönerung wollte ich durch den mehrschichtigen Aufbau eine Art Schwammeffekt erzeugen, so dass das ansonsten stehende Wasser aufgesaugt und verdunstet werden kann. Soweit die Theorie – ob und inwieweit das funktionieren wird muss sich noch zeigen. Bei den in den vergangenen Wochen angefallenen Regenmassen kapituliert selbst der dickste Schwamm 🙂 Aber immer der Reihe nach: begonnen hatte ich bereits im vergangenen Herbst mit den unteren Schichten: Wurzelschutzfolie, Schutzflies und etwa zwei bis drei Zentimeter Lavamulch als Drainage. Mangels Kran, Lastenaufzug oder anderer Helferlein musste sämtliches Material mittels Leiter auf das…

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Heizen mit Wärmepumpe in der Praxis

Der lange Weg der Optimierung Kürzlich bin ich über ein schönes Zitat gestolpert: «einzelne Heizflächen komplett abzudrehen um Heizkosten zu sparen ist wie die Uhr anzuhalten um Zeit zu sparen.» Will heißen – vergiss so ziemlich alles, was Du an Tipps zum Thema Heizkosten sparen gehört hast: Weder das Nicht-Heizen einzelner Räume, noch Raumthermostate oder Nachtabsenkungen funktionieren. Diese mögen für Öl- und Gasheizungen in Altbauten taugen, nicht aber für Neubauten mit Niedertemperatursystem und Flächenheizung. Hier ist es am effizientesten, das ganze Haus permanent zu heizen. Klingt komisch, ist aber so! 😉 Die durchgängig laufende Flächenheizung und damit gleichmässige Beheizung aller Flächen eines Niedertemperatursystems erzeugt ein hohes Mass an Behaglichkeit – bei niedrigem Energieeinsatz. Zu den Eigenarten der Technik in Neubauten hatte ich mich in zwei…

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